Ist dein Tier mit allen Nährstoffen versorgt?

Ernährungsberatung für Hunde und Pferde Anne von Borstel
Mit diesem Artikel möchte ich dir einen verständlichen Überblick geben. Du sollst erkennen können, ob dein Tier gut versorgt ist – ohne selbst Experte für Ernährungslehre werden zu müssen.

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Ist dein Tier mit allen Nährstoffen versorgt?

Hast du dir diese Frage schon einmal gestellt?

Vielleicht kennst du das: In der Futterberatung im Fachhandel wird dir gesagt, dass dein Tier mit Futter XY komplett versorgt ist. Aber stimmt das wirklich?

 

Vielleicht glänzt das Fell deines Tieres plötzlich nicht mehr so wie früher – oder im Vergleich zu anderen Tieren. Dann bekommst du Empfehlungen zu einzelnen Nährstoffen. Oft mit dem Hinweis, dass manche Nährstoffe nicht zusammen ergänzt werden sollten.

 

Viele dieser Informationen sind richtig – und trotzdem können sie verwirrend sein.

Mit diesem Artikel möchte ich dir einen verständlichen Überblick geben. Du sollst erkennen können, ob dein Tier gut versorgt ist – ohne selbst Experte für Ernährungslehre werden zu müssen.

Woran du mögliche Nährstoffmängel erkennen kannst

Nährstoffmängel können sich über viele verschiedene Symptome zeigen, zum Beispiel:

  • Stumpfes Fell
  • Trockene oder juckende Haut
  • Müdigkeit oder Kraftlosigkeit
  • Nervosität
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Ständiges Hungergefühl
  • Gewichtsverlust

Vielleicht erkennst du dein Tier bei einzelnen Punkten wieder.

Ein Mangel an Spurenelementen wie Zink oder Kupfer kann sich zum Beispiel durch stumpfes oder brüchiges Fell zeigen. Es können aber genauso gut bestimmte Aminosäuren fehlen.

 

Zusätzlich gibt es Nährstoffe, die wie Schlüssel oder Transporthelfer wirken. Fehlen diese, können andere Nährstoffe – obwohl vorhanden – nicht richtig in die Zellen gelangen.

 

Ein gutes Beispiel ist Magnesium. Magnesium ist an über 300 Stoffwechselprozessen beteiligt. Ein Mangel kann sich daher sehr unterschiedlich äußern, zum Beispiel durch Nervosität, Kraftlosigkeit, Überempfindlichkeit oder Verstopfung.

Wie kannst du überprüfen, ob dein Tier wirklich gut versorgt ist?

Nährstoffanalyse beim Hund

Beim Hund macht es Sinn, das aktuelle Futter analysieren zu lassen. Dadurch bekommst du einen guten Überblick:

  • Welche Nährstoffe ausreichend vorhanden sind
  • Wo Unterversorgung besteht
  • Wo möglicherweise Überversorgung besteht

Wenn Mängel sichtbar werden und zu den Symptomen deines Hundes passen, können diese gezielt ausgeglichen werden.

Zusätzlich können – wenn nötig – weitere Analysen helfen, zum Beispiel:

  • Urinanalysen
  • Kotanalysen
  • Blutanalysen

In meiner Praxiserfahrung zeigt sich oft, dass bestimmte Mängel ihren Ursprung im Magen-Darm-Trakt haben. Ein Beispiel ist Vitamin B12. Mit einer Kombination aus Futter-, Blut- und Kotanalysen lässt sich meist sehr gut herausfinden:

  • Was fehlt
  • Warum es fehlt
  • Wie gezielt ergänzt werden kann

Nährstoffanalyse beim Pferd

Beim Pferd liefert vor allem das Grundfutter wichtige Informationen. Hier sind Heu- oder Grasanalyse sehr hilfreich. Sie zeigen, welche Nährstoffe tatsächlich im Futter vorhanden sind.

Zusätzlich können – je nach Situation – ebenfalls Blut-, Urin- oder Kotanalysen sinnvoll sein.

Ein Beispiel:
Zeigt die Heuanalyse einen Selenmangel und bestätigt die Blutanalyse ebenfalls einen Mangel, ist die Ursache meist eine Unterversorgung über das Futter. Dann sollte gezielt – in Absprache mit Therapeut oder Tierarzt – ergänzt werden.


Es gibt aber auch Fälle, in denen das Grundfutter ausreichend Selen enthält, das Pferd im Blut aber trotzdem einen Mangel zeigt. Dann lohnt sich zusätzlich eine Urin- oder Kotanalyse. Denn auch Stoffwechselstörungen können die Aufnahme oder Verwertung beeinflussen.

Warum ich meist mit der Futteranalyse beginne

In meiner Arbeit starte ich häufig mit einer Nährstoffanalyse des Futters. Daraus lassen sich bereits viele mögliche Defizite erkennen und gezielt ausgleichen.

Bitte keine pauschalen Ergänzungen

Wenn du vermutest, dass deinem Hund oder Pferd etwas fehlt, empfehle ich immer eine gezielte, individuelle Ergänzung oder – wenn sinnvoll – eine Futterumstellung.

 

Von pauschalen Ergänzungen rate ich eher ab. Hier kann es schnell zu Fehleinschätzungen kommen. Symptome verbessern sich dann nicht – oder es entstehen sogar neue.

Ein Beispiel: Omega-3-Fettsäuren

Ein Bereich, in dem häufig ein Mangel besteht, sind Omega-3-Fettsäuren. Hier kann eine Ergänzung mit hochwertigen Ölen oft sinnvoll sein.

 

Omega-3-Fettsäuren sind unter anderem wichtig für:

  • Entzündungsregulation
  • Zellgesundheit
  • Haut und Fell

Du findest sie zum Beispiel in:

  • Algenölen
  • Fischölen


Klassische Lachsöle liefern diesen Effekt nicht immer zuverlässig, da Zuchtlachse oft weniger Antioxidantien enthalten. Hier berate ich dich gerne individuell.

Wann professionelle Begleitung sinnvoll ist

Bei komplexen Symptomen oder Unsicherheiten empfehle ich, gemeinsam mit einem Therapeuten Schritt für Schritt zu schauen, wo mögliche Mängel liegen könnten.

 

In meiner Praxis biete ich an:

  • Futteranalysen
  • Urinanalysen
  • Kotanalysen


Die Futteranalyse ist bei meinen Beratungen mit Behandlungsplan bereits enthalten.

Wenn du tiefer einsteigen möchtest

Wenn du mehr zu einzelnen Themen wissen möchtest, kannst du jederzeit eine Beratung buchen.

Mein Kennenlern-Erstgespräch ist kostenlos. Danach schauen wir gemeinsam, ob und wie ich dich und dein Tier begleiten kann.

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